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vom 20.08.2011 bis zum 21.08.2011
Schon um die Jahrhundertwende boten Rodalber Bäuerinnen und Hausfrauen aus dem
Gräfensteiner Land in der Südwestpfalz auf dem Pirmasenser Wochenmarkt frisches
Suppengemüse aus den eigenen Gärten zum Verkauf an.
Es war wohl auch die Gelegenheit, um den damals schmalen Geldbeutel zu füllen.
Dabei entwickelten die Rodalber Marktfrauen eine listige Marktstrategie, um gegen
die zahlreichen Konkurrenten bestehen zu können. Sie banden Petersilie, Lauch,
Sellerie und Gelbrübe zu einem "Grünesputsche" zusammen und verkauften es zu dem
damaligen Preis von drei Pfennigen. Wer gleich zwei Grünesputsche mitnahm, bekam
sie für fünf Pfennige und die großen "Putschen" kosteten zehn Pfennige.
Aus dieser Strategie entwickelte sich alsbald der bekannte Marktruf: "Rodalber
Grünesputsche, äna-drei, zwä-fünf, e großer zehn Pfennige". Der Verkaufserfolg
war natürlich auf der Seite der Rodalber Hausfrauen, was ihnen letztendlich auch
den Spitznamen "Rodalber Grünesputsche" einbrachte.
Heute sind die Bürger der Stadt Rodalben stolz auf dieses Markenzeichen und
veranstalten unter diesem Namen ein Straßenfest, in Erinnerung an ihre listigen
Marktfrauen. Das Fest findet immer Mitte August rund um die Marienkirche in der
Hauptstraße statt.
Die zahlreichen Rodalber Vereine richten sich in den noch vorhandenen Hofeinfahrten,
Hinterhöfen und Scheunen für die Bewirtung ihrer Gäste nach Art einer Gartenwirtschaft
ein.