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vom 07.05.2011 bis zum 08.05.2011

Man muss nicht unbedingt hintergründige Anlässe vermuten, die zu den sich über Generationen fest erhaltenen Uznamen für Ortschaften führten. Oft waren es rein zufällige Begebenheiten, vor allem aber die Eigenart und die besondere Lebensform der Einwohner, die die Nachbardörfer bewegten, auch manchmal aus Neid und Eifersucht, den Spitznamen zu erfinden. Auch die Bodenbeschaffenheit, die Landschaftsform und frühere Erwerbstätigkeit waren häufig der Grund für eine solche Namensgebung. So werden die Clausener von den Bewohnern der umliegenden Dörfer gerne als "Hawe" oder "Häbche" gefoppt. Um die Herkunft des letzteren Spitznamens zu klären, müssen wir fast zwei Jahrhunderte zurückblicken.

Es war ganz am Anfang des vergangenen Jahrhunderts, als die Einwohner des stillen Walddorfes Clausen neben anderen Erwerbsquellen auch eine Töpferei betrieben. Auf einem Pferdefuhrwerk brachte der Töpfer Johann Germann (1780 - 1855) mit seiner Frau, der "Hawe-Bärbel" seine gebrannten Erzeugnisse in die umliegenden Dörfer. Dort pries er seine Ware lauthals als "Clauser Hawe" an. Dies war, und wurde auch so verstanden, ein Qualitätssiegel für begehrte, gute Ausführung. Damals äfften die Kinder dem Clauser Straßen- Händler eifrig nach. So ist also auch ein Uzname ein Teil Heimatgeschichte.

Heute feiern die Clauser Bürger ihr "Hawe-Fest". Es ist ein originelles und beliebtes Straßenfest unter dem Motto

"Wenn die Hauptstraße zum Festplatz wird".

Zahlreiche Anfragen aus ganz Deutschland unterstreichen immer mehr die Beliebtheit dieses Festes. Auf den Tisch in der Straße kommen so bekannte und typische Pfälzer Gerichte wie Saumagen und Leberknödel, sowie Getränke jeder Art, wobei der Pfälzer Wein bestimmt nicht zu verachten ist. Die teilnehmenden Vereine werden auch in diesem Jahr wieder alle Anstrengungen unternehmen, um bestens gerüstet die vielen Gäste aus nah und fern zu versorgen.

Die Clauser Häbscher freuen sich auf Ihren Besuch
Quelle: Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Wolfgang Kurz