Informationen für Hundehalter

1. Hundesteuerpflicht
Wer einen Hund hält, hat ihn binnen 14 Tagen nach Beginn der Haltung bei der Verbandsgemeindeverwaltung Rodalben anzumelden (zum Formularcenter). Bei der Anmeldung sind Rasse, Geburtsdatum, Herkunft und Anschaffungstag glaubhaft nachzuweisen. Eine unterlassene bzw. verspätete Anmeldung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer hohen Geldbuße geahndet werden kann.

2. Beseitigung von Hundekot
Herumliegender Hundekot verschmutzt öffentliche Straßen, Wege und Plätze sowie Grün- und Freizeitanlagen und erhöht die Unfallgefahr, da man darauf ausrutschen kann. Zudem enthält er häufig gefährliche Krankheitserreger, durch die sowohl spielende Kinder, als auch andere Tiere gefährdet werden. Hundekot gilt grundsätzlich als Abfall im Sinne des Abfallrechts und muss daher vom Hundehalter unverzüglich entfernt und in Abfallbehältern bzw. über die Restmülltonne entsorgt werden. Auch die Straßenreinigungssatzungen aller der Verbandsgemeinde Rodalben angehörigen Ortsgemeinden und der Stadt Rodalben enthalten Vorschriften, die regeln, dass jeder, der eine Verunreinigung von Straßen, Wegen und Plätzen verursacht, zu deren Beseitigung verpflichtet ist. Dies trifft auch auf Hundehalter zu. Zuwiderhandlungen gegen diese Satzungen bzw. abfallrechtliche Vorschriften stellen Ordnungswidrigkeiten dar, die ebenfalls mit einer Geldbuße geahndet werden können. Aus vorgenannten Gründen werden alle Hunderhalter schon im Interesse der Allgemeinheit, aber auch in ihrem eigenen Interesse darum gebeten, die Hinterlassenschaften ihrer kleinen oder großen Lieblinge immer unverzüglich zu beseitigen. Momentan betreibt die Verbandsgemeinde Rodalben eine Initiative gegen die Verschmutzung öffentlicher Straßen und Anlagen durch Hundekot. Hier geht's zum aktuellen Flyer

3. Anleinen von Hunden
Spezialgesetzliche Regelungen für Rheinland-Pfalz, die eine konkrete Anleinpflicht von Hunden im Wald vorsehen, gibt es weder im Bundes- noch im Landesjagdgesetz. Gleiches gilt auch für das Landesforst-, das Landeswald- und das Landesnaturschutzgesetz. Die Verbandsgemeinde Rodalben hat bisher auch noch keine Verordnung erlassen, die eine generelle Anleinpflicht für alle Hunde vorschreibt. Allerdings sehen die o. g. Gesetze allesamt sinngemäß vor, dass die Lebensgemeinschaft Wald nicht gestört und Wildtiere nicht mutwillig beunruhigt, gefangen, verletzt oder getötet werden dürfen. Zuwiderhandlungen können mit Bußgeldern bestraft werden. Die Gefahr, dass sich ein Hund außerhalb der Sicht- und Rufweite seines Hundeführers begibt und dieser somit nicht mehr die tatsächliche Möglichkeit hat, durch gezielte Kommandos oder andere Handlungen die Kontrolle über das Tier auszuüben, besteht immer. Daher sollte man stets darauf achten, den Hund im Einwirkungsbereich zu halten. Nur dadurch und durch eine konsequente Ausbildung (z. B. in einer Hundeschule oder bei einem Hundetrainer) kann das Tier unangeleint unter Kontrolle gehalten werden. Sofern der Hund einmal Witterung aufnimmt, wegläuft, Wild hetzt und dabei verletzt oder gar tötet, besteht jederzeit die Gefahr, dass er von Jägern erschossen wird. Hunde, die noch nicht oder nicht in ausreichendem Maß ausgebildet sind, sollten daher schon im Eigeninteresse immer angeleint geführt werden. Wer jegliches Risiko ausschließen will, sollte seinen Hund im Wald grundsätzlich anleinen. Das Führen von Hunden im Orts- bzw. Stadtgebiet ist in § 28 Abs. 1 Straßenverkehrsordnung (StVO) geregelt. Demnach sind Haustiere wie z. B. Hunde, die den Verkehr gefährden können, von der Straße fern zu halten. Sie sind dort nur zugelassen, wenn sie von geeigneten Personen begleitet sind, die ausreichend auf sie einwirken können. Darüber hinaus ist es auch verboten, Tiere von Krafträdern aus zu führen. Somit ist es gerade auch im Straßenverkehr dringend zu empfehlen, Hunde anzuleinen, sofern diese nicht „aufs Wort hören“. Andernfalls hat man nämlich das Risiko, dass der Hund auf die Straße läuft, angefahren wird und dadurch einen Unfall verursacht, bei dem ggf. auch Menschen zu Schaden kommen. Dies stellt neben den üblen Folgen für das Tier und die Unfallbeteiligten gem. § 49 Abs. 2 Ziffer 3 StVO auch noch eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann. Hundearten wie American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Pit Bull Terrier sowie Hunde, die von einer dieser Rassen oder dieses Typs abstammen, sind in Rheinland-Pfalz gem. § 1 Abs. 2 Landeshundegesetz (LHundG) als „gefährlich“ eingestuft, wodurch ihre Haltung gem. § 3 Abs. 1 dieses Gesetzes der Erlaubnis der örtlichen Ordnungsbehörde bedarf. Diese kann nur unter sehr strengen Bedingungen (Volljährigkeit, Sachkundenachweis, Nachweis der Zuverlässigkeit sowie einer Hundehalterhaftpflichtversicherung, Darlegung eines berechtigten Interesses an der Haltung etc.) und Auflagen (Unfruchtbarmachung, elektronischer Chip etc.) erteilt werden. Zudem dürfen solche Hunde außerhalb des befriedeten Besitztums von Erwachsenen nur angeleint und mit Maulkorb versehen geführt werden. Gleiches gilt nach Abs. 1 dieser Vorschrift aber auch für Hunde, die sich als bissig erwiesen haben, durch ihr bisheriges Verhalten gezeigt haben, dass sie Wild oder Vieh hetzen oder reißen, die in aggressiver oder Gefahr drohender Weise Menschen angesprungen haben oder die eine über das natürliche Maß hinausgehende Kampfbereitschaft, Angriffslust, Schärfe oder andere in ihrer Wirkung vergleichbare Eigenschaft entwickelt haben. Sie gelten automatisch ebenfalls als „gefährlich“ im Sinne des LHundG mit den gleichen Rechtsfolgen wie vor beschrieben. Alle Auflagen werden stets mit der Erlaubnis - sofern diese im Einzelfall erteilt werden kann - schriftlich auferlegt. Aus den vorgenannten Gründen wird Hundehaltern dringend empfohlen, ihre Tiere bei Spaziergängen - insbesondere innerhalb der Ortslage und im Wald - anzuleinen und außerorts nur in solchen Bereichen frei laufen zu lassen, die gut überschaubar sind. Nur so können die oben beschriebenen Risiken für den eigenen Hund sowie andere Menschen und Tiere minimiert und Beißvorfälle, die zu einer Einstufung als „gefährlicher Hund“ im Sinne des Landeshundegesetzes führen könnten, weitgehend vermieden werden. 

4. Sicherer Gewahrsam
Hunde sollten aus Sicherheitsgründen grundsätzlich im sicheren Gewahrsam gehalten werden. Dies bedeutet, dass seitens der Halter sichergestellt werden muss, dass die Tiere nicht entlaufen können. Dies ist in der Regel nur bei einer Haltung im Haus bzw. auf einem ausreichend hoch eingefriedeten Grundstück der Fall. Unbeaufsichtigt umherlaufende Hunde stellen nämlich eine Gefahr für sich selbst, andere Hunde, Wildtiere, Menschen und den Straßenverkehr dar. 

5. Hundegebell
Nach § 10 Landesimmissionsschutzgesetz Rheinland-Pfalz sind Tiere so zu halten, dass niemand durch die Immissionen, die durch sie hervorgerufen werden, erheblich belästigt wird. Ein Verstoß gegen diese Vorschrift stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann. Durch den Gesetzgeber ist hierbei insbesondere die Nachtzeit (22.00 bis 6.00 Uhr) geschützt. Innerhalb dieser Zeit ist durch geeignete Maßnahmen dafür Sorge zu tragen, dass Hundegebell grundsätzlich unterbleibt. Tiere, die z. B. als Wachhund entsprechendes „Alarmgebell“ abgeben, sind vom Halter jeweils unverzüglich wieder zu beruhigen. Aber auch tagsüber kann ständiges und lang andauerndes Gebell zu einer erheblichen Belästigung der Menschen in der näheren Umgebung führen und ist daher zu unterbinden. Sofern dies aufgrund von Berufstätigkeit nicht möglich sein sollte, ist es ratsam, eine Aufsichtsperson einzusetzen bzw. den Hund tagsüber anderswo, wo eine fürsorgliche Betreuung möglich ist, unterzubringen. 

Unsere Erfahrung zeigt, dass es im nachbarlichen Interesse und für ein harmonisches Miteinander ratsam ist, diese Verhaltensregeln einzuhalten, da ansonsten in vielen Fällen mit Anzeigen aus dem näheren Umfeld gerechnet werden muss. Bei Fragen können Sie sich jederzeit gerne mit uns in Verbindung setzen:

 Verbandsgemeinde Rodalben
- Ordnungsverwaltung -
Am Rathaus 9
66976 Rodalben

Herr Russold (Ordnungsamt): Telefon: 06331/234-130, Email:
Herr Glade (Vollzugsbeamter): Telefon: 06331/234-131, Email:
Herr Brödel (Hundesteuer): Telefon: 06331/234-148, Email:


Öffnungszeiten

Montag bis Dienstag
8.30 Uhr - 12.00 Uhr und 14.00 Uhr - 16.00 Uhr
Mittwoch
8.30 Uhr - 12.00 Uhr
Donnerstag

8.30 Uhr - 12.00 Uhr und 14.00 Uhr - 18.00 Uhr
Freitag
8.30 Uhr - 12.00 Uhr

Kontaktinformationen

Verbandsgemeindeverwaltung Rodalben
Am Rathaus 9, 66976 Rodalben
Telefon: 06331-234 0
Fax: 06331-234 105
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